Am Freitag 16.5.2025 fuhren knapp 50 Mitglieder des Städte-Partnerschaftsvereins zum traditionellen Treffen mit den französischen Freunden, das in diesem Jahr wieder von uns organisiert und durchgeführt in Deutschland stattfand.
Nach der Begrüßung durch Bernhard Haudeck zum Beginn der Busfahrt überbrachte er noch die Grüße unseres Bürgermeisters Herrn Benker, der uns schöne Tage und einen guten Austausch wünschte. Auf unserem Weg nach Bad Dürkheim in der Pfalz machten wir zur Mittagszeit einen ausführlichen Stopp in Landau, den wir ganz individuell bei herrlichem Wetter mit Stadtbummel, Mittagessen, Eis essen und ein paar Einkäufen verbrachten.
Nach einer knappen Stunde Weiterfahrt, in der wir alle eine kleine süße Überraschung von Hanno Heizmann, die für den ersten Teil der Fahrt einen kleinen Quiz für uns vorbereitet hatte, als „Preis“ bekamen, kamen wir dann am Hotel an und hatten bis zum ersten Zusammentreffen und der „offiziellen“ Begrüßung“ mit Aperitif noch Zeit die Umgegend, Sauna und Hallenbad des Hotels zu erkunden oder einfach nur auszuruhen. Dann war es endlich soweit. Mit viel „Hallo“, Küsschen oder „Bises“ und Umarmungen und einem Glas Sekt wurden alle französischen Freunde, die ca. 1 Stunde nach uns angekommen waren, freudig begrüßt.

Bernhard Haudeck und Jean-Marc Cosson, der Vorsitzende des Comité de Jumelage de Vaux le Pénil, begrüßten die über hundert Anwesenden herzlich und brachten Ihre Freude über unsere langjährige Freundschaft zum Ausdruck. Bernhard richtete an dieser Stelle auch nochmals die Grüße von BM Benker aus. Beide gedachten unserem erst kürzlich verstorbenen Ehrenmitglied Wolfgang Sippel, ohne den weder unser Städte-Partnerschaftsverein noch die Städtepartnerschaft mit Vaux le Pénil bestehen würde, und dankten ihm für sein immer währendes Engagement. Danach ging der Abend über in das Abendessen im Hotel und viele Gespräche.

Am Samstagvormittag fuhren wir zu einer Stadtführung in die Domstadt Speyer. Dort erkundeten wir in zwei deutschsprachigen und zwei französischsprachigen Gruppen die Stadt und den Dom. Den Dom besichtigten wir ohne Führung und dann ging es weiter. Wir erfuhren einiges über die Geschichte von Speyer u.a. auch über das jüdische Viertel, wo wir den Judenhof besuchten, in dem schon Anfang des 12. Jahrhunderts eine Synagoge und ein Tauchbad für die rituelle Reinigung (Mikwe) gebaut worden waren. Nur durch einige Zufälle ist die Mikwe bis heute erhalten und somit die älteste, erhaltene Mikwe aus dem Mittelalter in Mitteleuropa. Durch den Hof der Landesarchäologie und Polizeiinspektion kamen wir vorbei an der Statue des Jakobpilgers zur evangelischen Dreifaltigkeitskirche. Diese wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und ist, ganz ungewöhnlich, innen vollständig im Hochbarock ausgestaltet. Eine Bilderkirche ausgemalt auf Holz von der Decke über zwei Emporen bis unten. Beim Verlassen der Kirche stellten wir fest, dass der in der Nähe stehende Kirchturm der ehemaligen Kirche St. Georg, der jetzt zur Dreieinigkeitskirche gehört das gleiche Uhrenziffernblatt hat, wie die Kirchturmuhr zur Ortsmitte hin der Schwieberdinger Georgskirche. Nach Ende der Führungen fuhren wir zum Mittagspicknick nach Germersheim in einen Biergarten am Rhein. Im Vorfeld hatten wir 6 Gerichte ausgesucht und alle Teilnehmer konnten mit einem vorbereiteten Gutschein ihr Wunschessen aussuchen. Obwohl das mal kurz über 100 Essen waren, ging die Bereitstellung und Ausgabe überraschend schnell. Bis zur Rückfahrt nach Bad Dürkheim hatten wir dann noch Zeit für einen kleinen Spaziergang am Rhein und ein Gruppenfoto.

Die Rückfahrt führte uns über die wunderschöne Deutsche Weinstraße. Um das Thema Wein fortzusetzen, ging es nach einer Erholungspause zum Abendessen in das größte Weinfass der Welt. Das Dürkheimer Weinfass mit einem Volumen von 1,7 Mio. Litern bot uns in seinem Innern ein leckeres, pfälzer Buffet das begleitet wurde vom extra engagierten Akkordeonspieler, der uns den ganzen Abend unterhielt. Zwischendurch wurde sogar gesungen. Unsere französischen Freunde hatten extra ein paar Lieder einstudiert, die in Chorqualität vorgetragen wurden. Wir Schwieberdinger hatten zwar auch Lieder vorbereitet, aber nicht geprobt, sodass wir zuerst etwa s Anlaufschwierigkeiten hatten, aber ganz langsam dann mithalten konnten. Mit einem Gutenachtlied wurden wir dann gegen später auf den Heimweg zum Hotel entlassen.

Bei strahlendem Sonnschein erkundeten wir, wieder in vier verschiedenen Gruppen Bad Dürkheim unter dem Thema „Kuren und Salz“. Direkt neben unserem Hotel ging es zum Kurhaus von Bad Dürkheim und dem schönen Kurpark. Wir erfuhren viel über die Geschichte Bad Dürkheims und die Entstehung des Kurbetriebes. Sehr interessant war, dass die Solequellen dort als Heilquellen benutzt wurden ohne zu wissen, dass diese einen extrem hohen Arsengehalt hatten, der so gar nicht gesund war. Als dieses dann festgesellt worden war, wurden andere Quellen gebohrt und auch arsenminderde Vorrichtungen eingebaut. Der Salzgehalt der Solequellen war so niedrig, dass nach einiger Zeit der Salzgewinnung diese wieder eingestellt wurde. Was heute noch genutzt wird, vor allem bei Krankheiten der Atemwege ist das Gradierwerk, bei dem durch Berieselung von Schwarzdornreisig des riesigen Baues feinster salzhaltiger Nebel zur Inhalation entsteht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Annick Gohl, die spontan eingesprungen ist, um eine kurzfristig ausgefallene französische Führung zu übersetzen. Zurück am Hotel starteten wir, nachdem alles Gepäck in die Busse verladen war, zur letzten Etappe. Wie sich herausstellte, darf man auch einem Busnavi nicht immer trauen. Auf engsten Sträßchen führte uns dieses nicht wirklich zu unserem Ziel, dem Busparkplatz der Klosterruine Limburg hoch über Bad Dürkheim. Mit viel fahrerischem Können und Nachfragen bei „Einheimischen“ erreichten wir dann doch das Ziel. Wie bestellt fand an diesem Wochenende das Fest zum 1000. Geburtstag des Limburger Klosters statt.

Bunte Stände mit Getränken, an denen sich die ein oder anderen mit einem Gläschen Sekt stärkten, Kunst, Drehorgelspielern und einem Konzert verschiedener Chöre in der Ruine erwarteten uns. Nach einem kurzen Rundgang fanden wir uns im Gewölbekeller des Restaurants Konrad2 (der Salierkaiser Konrad II. lies 1025 das Kloster bauen) ein zu unserem Mittagessen. Mit einer Rieslingcremesuppe, verschiedenen Vorspeisenplatten, Hauptspeisenbuffet und verschiedenen Nachspeisen wurden wir an diesem Wochenende zum letzten Mal verwöhnt. Dann kam schon wieder der Abschied. Bernhard verabschiedete unsere Freunde und bedankte sich bei allen Teilnehmern, Jean-Marc bedankte sich ebenfalls bei allen und ganz besonders dem Vorstand des SPV für die tolle Organisation und die Möglichkeit diese schöne Gegend Deutschlands kennenlernen zu dürfen. Dabei sprach er auch die Einladung für 2026 zu einem Besuch in Frankreich aus. Mit dem „Städtepartnerschaftslied“ der Franzosen und dem traditionellen Abschiedslied „Nehmt Abschied Brüder..“ wurde der Abschied eingeleitet. Nach den Liedern folgte das übliche Durcheinander der persönlichen Verabschiedungen, natürlich wie zur Begrüßung mit Küsschen, vielen Umarmungen und einem „à la prochaine“ – „bis zum nächsten Mal“, bevor die Busse bestiegen wurden und abfuhren. Ein herzlicher Dank an Bernhard Haudeck und seine Frau, die dieses Wochenende hauptsächlich geplant, organisiert und vorgefahren sind. Es war wirklich toll!
Sie sind auch an unserem Verein und den Begegnungen interessiert, dann besuchen Sie doch unsere Homepage www.spv-schwieberdingen.de. Dort finden Sie weitere Informationen und auch unsere Kontaktdaten.
