Am 10. Mai zu nachtschlafender Zeit machten sich 39 Mitglieder und ein Gast auf nach Nordfrankreich. In diesem Jahr hatten wir beschlossen, da die Strecke doch ziemlich weit war, unsere Fahrt auf vier Tage auszudehnen. Dies hatte uns einen gemütlichen Anreisetag beschert. So konnten wir bei schönem Wetter etwa auf halber Strecke einen Halt in Luxemburg machen. Dort hatten wir eine interessante Stadtführung und haben nach einer individuellen Pausengestaltung unsere Reise fortgesetzt. Bei der Ankunft in Lille wurden wir dann schon von einer kleinen Delegation unserer französischen Freunde erwartet. Sie waren extra für uns schon früher angereist, die große Gruppe folgte erst am Freitagmittag.
Nach dem Bezug der Zimmer trafen wir uns zu einem Stadtspaziergang, der uns mit einem kleinen Ständchen vorbei an einem künstlerisch gestalteten Baum bis zur berühmten Zitadelle führte. Unterwegs überraschte uns der einzige Regenguss der ganzen vier Tage, doch wie bestellt, gab es genau an dieser Stelle einen Unterstand. Schon bei diesem Spaziergang sahen wir, dass Lille eine sehr sehenswerte, schöne Stadt ist. Am Freitag fuhren wir dann schon früh nach Tournai in Belgien, das einst die erste Hauptstadt der Franken war. Auch hier erwartete uns eine sehr interessante Stadtführung in einer schönen Stadt. Am meisten begeisterte uns der Markplatz mit seinen typischen flandrischen Häusern mit den Stufengiebeln. Dann führte uns unser Weg nach Baisieux zu einem sehr leckeren Mittagessenbuffet, bevor wir dann zurück am Hotel endlich unsere französischen Freunde begrüßen konnten. Mit großem Hallo fielen sich viele in die Arme und es war einfach schön, wieder viele Freunde zu sehen. Alle zusammen brachen wir auf zur Stadtführung durch Lille. In vier Gruppen erfuhren wir viel über die Geschichte und die Architektur der Stadt, die uns sehr bezauberte. Die Franzosen hatten für unser Treffen ein strammes, aber sehr interessantes Programm organisiert, so war am Samstag schon wieder um 8 Uhr Abfahrt nach Lewarde wo wir ein ehemaliges Kohlebergwerk besichtigten und im dazugehörigen Restaurant ein sehr leckeres, typisches regionales Mittagessen kredenzt bekamen. Und schon ging es weiter nach Roubaix. Dort besichtigten wir zuerst das Museum „La Piscine“ für Kunst und Industrie. Neben einer Sonderausstellung über das Leben und die Werke von Picasso konnten wir rund um ein „Schwimmbecken“ Skulpturen, Gemälde und Produkte der dortigen Textilindustrie bewundern. Danach bekamen wir in einem Outlet die Möglichkeit, die französische Wirtschaft etwas anzukurbeln, was aber durch die Kürze der Zeit nicht so ganz gelang.
Der Samstagabend wurde traditionell mit einem bunten Programm nach dem Abendessen fortgesetzt. In einem separaten Raum hatten wir viel Spaß mit verschiedenen Spielen, Bildervorträgen und gemeinsamen Singen. Auch am Sonntag mussten wir früh aufstehen und nachdem die Koffer in den Bussen verladen waren ging es ebenfalls um 8 Uhr los nach Bailleul in Flandern, wo wir in drei Gruppen nacheinander ein kleine Rundfahrt, eine Stadtführung und eine Besichtigung des Rathausturmes machten. Das Wetter hatte es dabei gut mit uns gemeint, denn bei herrlichem blauem Himmel hatten wir die besten Aussichten. Leider mussten wir uns dann nach dem herrlichen Mittagessen und dem guten Bier auf dem Bauernhof-Brauerei Beck schon wieder von unseren Freunden verabschieden. Wir haben sehr viel von dieser schönen Region gesehen und gehört, hatten dafür aber für den Einen oder Anderen zu wenig Zeit, um mit den Franzosen zusammen zu sein, was natürlich der Freude an dieser Reise keinen Abbruch tat. Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und Helfern, die dies wieder möglich gemacht haben.
